Polarlichter sorgten für Erstaunen
In der Nacht, als die Polarlichter über Jena erschienen, wurde der Himmel über Thüringen plötzlich zur Bühne eines außergewöhnlichen Naturschauspiels. Was sonst vor allem in Skandinavien oder Island zu sehen ist, war an diesem Abend auch mitten in Jena trotz Lichtverschmutzung deutlich sichtbar.
Selbst im Zentrum von Jena tauchten immer wieder intensive Farben am Himmel auf. Leuchtendes Rot, kräftiges Pink und grüne Schleier bewegten sich schnell über den Nachthimmel und sorgten für viele staunende Blicke.
Fast dauerhaft war ein deutlich sichtbares Band in grün und dunkelrot über dem Horizont zu sehen. Direkt über der Stadt bewegten sich ab und zu grüne Bahnen, wie man sie sonst nur aus Nordeuropa kennt. Das Ereignis wird uns noch lange in Erinnerung bleiben!!
Viele bemerkten die Polarlichter zunächst nur zufällig. Einige entdeckten sie während des Spaziergangs, andere beim Blick aus dem Fenster. Doch schnell verbreitete sich die Nachricht über soziale Medien, und immer mehr Menschen gingen nach draußen, um dieses seltene Ereignis zu beobachten.
Polarlichter entstehen, wenn geladene Teilchen der Sonne auf das Magnetfeld der Erde treffen. Normalerweise werden diese Lichterscheinungen in hohen Breiten sichtbar, wie etwa in Norwegen oder Finnland. Bei besonders starken Sonnenstürmen kann das Phänomen jedoch auch weiter südlich auftreten. Genau das war in dieser Nacht der Fall.
Unsere Kameras konnten die intensiven Farben noch stärker sichtbar machen als nur das menschliche Auge. Dadurch entstanden beeindruckende Aufnahmen, die das seltene Farbspiel über der Stadt dokumentieren.
Doch auch ohne Kamera war der Moment etwas Besonderes. Polarlichter über Jena sind selten und genau deshalb bleiben solche Nächte vielen Menschen lange in Erinnerung.
Wer in dieser Nacht nach oben geschaut hat, wurde mit einem Anblick belohnt, den man sonst eher auf Reisen in den Norden erwartet. Ein Stück Hoher Norden direkt über Jena!
Wo kann man Polarlichter gut sehen?
Auch wenn Polarlichter manchmal sogar mitten in der Stadt sichtbar sind, steigen die Chancen an dunkleren Orten deutlich. Wichtig ist ein möglichst freier Blick nach Norden und möglichst wenig direkte Beleuchtung durch Straßenlaternen, Schaufenster oder Autos.
In Jena eignen sich besonders lichtgeschütztere Stellen wie der Paradiespark, ruhige Bereiche an der Saale oder höher gelegene Aussichtspunkte. Sehr gute Chancen hat man außerdem am Napoleonstein sowie generell auf den Bergen rund um Jena. Von dort ist der Blick weiter, die Lichtverschmutzung geringer und der Horizont besser sichtbar.
Auch Stadtteile mit weniger direkter Beleuchtung können gute Beobachtungsorte sein. Wer die Möglichkeit hat, sollte etwas Abstand zum Stadtzentrum suchen und sich einen freien, dunklen Platz mit Blick Richtung Norden aussuchen. Für die Fotografie lohnt sich ein Stativ, eine längere Belichtungszeit und etwas Geduld, denn oft sind die Farben auf der Kamera deutlicher zu erkennen als mit bloßem Auge.


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